Erdheilende + liebende Kraft stärken

Vortrag: Germanische Seherinnen

Wandernde und ortsansässige Seherinnen in frühgermanischer Zeit.

mit Waldbaden am Sonntag 

Es ist an der Zeit in den eigenen Innenraum zu blicken und die dort vorhandene Vision zu entfalten. ... Das Neue ist anfangs nur ein Gefühl, eine Ahnung, eine Kraft. Dahinein bringe ich mein Leben.  ... weiter

Germanische Seherinnen

Von matriarchalen und indigenen Menschen wissen wir, wie wichtig es ist, die Ahnen zu ehren.

Liebe und Erdverbundenheit zu leben bedeutet Verantwortung zu übernehmen. Das ist der Schlüssel zu einem Leben in Harmonie und Einklang. Indigene Kulturen leben so.

Auch unsere Ahnen lebten in einer tief empfundenen Erdverbundenheit, was uns durch zahlreiche Berichte überliefert ist. Wie andere Indigene, lebten auch sie in einer Stammeskultur. Sie sind die vorrömische Kultur im Europa nördlich der Alpen. Lange vor den Römern wanderten unsere Ahnen in unsere heutige Heimat ein. Die römischen Invasoren nannten sie Germania. Die Germaninnen und Germanen nannten sich und ihr Land selbst niemals so.

Ablauf

  • Impulsvortrag von Birgit Weidmann
  • Gesprächs- und Heilkreis
  • Sonntag: Verinnerlichung durch Waldbaden mit Silvia Heinze

Am Sonntag kann eine Kinderbetreuung angeboten werden (Anmeldung erforderlich).

Inhalt

Bekennen wir uns zu unseren Wurzeln und lieben wir sie!

Unsere Ahnen waren keineswegs rabaukenhafte grobe Männer, die auf Krawall und Kampf gebürstet waren und deren brave Ehefrauen und Töchter im Haushalt dienten und den Met servierten. Das ist römische Kriegspropaganda, die offenbar bis heute Gültigkeit besitzt.

Wie alle alten Völker haben unsere Vorfahren keine schriftlichen Zeugnisse hinterlassen. Wir kennen ihre Geschichten heute aus Erzählungen und archäologischen Ausgrabungen. Die Matronensteine sind ein erstaunlicher und meist verschwiegener Fund, verschwiegen offenbar deshalb, weil sie nicht in das Bild der barbarischen Germanen passen. Dieses Bild ist römische Kriegspropaganda und hat mit den Lebensgewohnheiten der damals in den germanischen Wäldern und Ebenen lebenden Menschen nichts zu tun. Diese verteidigten ihre Freiheit und ihre Familien.

Christen nennen unsere Vorfahren Heiden. Auf meiner Suche nach dem Ursprung dieses Begriffs fügten sich die Puzzelstücke wie folgt ineinander:

Eine Heiðr (das ð wird wie das englische th gesprochen) ist die germanische Bezeichnung für Seherin. Es gibt eigentlich zwei Seherinnen-Frauentypen, die Heiðren und die Völven. Beide finden sich in der Edda, ein durch einen irischen Christen aufgeschriebenes germanisches Liederwerk über die nordische Mythologie. Edda wurde dereinst mit Urgroßmutter übersetzt.

Das Heidentum oder Heidrtum ist demnach die Kultur der Heiðren und folglich eine Seherinnenkultur. Das impliziert, dass die Frauen damals die Hüterinnen der Heiden und der Waldgebiete waren. In dieser Rolle standen sie den Eroberern entschieden im Weg.

Jetzt passen auch die Matronensteine ins Bild, denn ihre Inschriften bezeichnen die drei abgebildeten Frauen häufig als Hüterinnen eines Landstrichs oder Gebietes:

Als Zeichen ihrer Frauen- und Göttinnenverehrung hinterließen uns unsere germanischen Vorfahren etwa 800 Weihesteine aus den Jahren 70 bis 240 u.Z.. Sie wurden entlang des gesamten Limes gefunden. Die sogenannten Matronensteine wurden offenbar in Steinmetzwerkstätten am Niederrhein gefertigt. Sie sind ca. 70 cm hohe Reliefs, stehen häufig auf einem Sockel mit lateinischer Inschrift und bilden drei Frauen ab: Die Junge mit offenem Haar sitzt meist in der Mitte. Rechts und links von ihr sitzen zwei ältere Frauen, deren auffallend breitkrempige Hauben an die Tracht der Kölner Ubierinnen erinnern. Die Römer nannten diese weibliche Trinität Matronen, was mit „ehrwürdige Frauen“ übersetzt werden kann.

Auszüge veröffentlicht z.T. in der Zeitschrift Walnussblatt 03, S. 22ff und Walnussblatt 04, S. 10ff


Ausblick auf morgen, Sonntag ab 11 Uhr

  • Innenschau zum gestrigen Thema
  • Waldbaden
  • Gesprächs- und Heilkreis

Am Sonntag wenden wir uns an unsere Lehrmeisterin: Mutter Erde und Mutter Kosmos. Sie war zig Jahrtausende die Weisheitslehrende unserer Vorfahren und ist es heute noch bei indigenen und matriarchalen Kulturen. Die Große Mutter ist uralt. Sie wollen wir zu Rate ziehen. Auf ihren Rat wollen wir hören.


Alle Informationen zur gesamten Seminarreihe ... hier


Veranstaltungsdetails
  • 08.10.2022 14:00 - 19:00
  • Ort: Neuwagenmühle
  • Eintritt: Spende: mind. 15 €/erm. Selbsteinschätzung
  • Anmeldung erforderlich
Mitwirkende
- Künstler*innen / Dozent*innen -
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