Engelmeditation
Auszeit in der Natur
Auf den Spuren der Großen Göttin.
Innere Ausrichtung: Erdheilerin*
„Folge deiner spirituellen Intuition“, rät Carmencita ihrer Erdenschwester Albruna im Land des Vergessens. (Zitat aus: CARMENCITA Im Land des Vergessens)
An diesem Nachmittag geht es darum, der Erde zuzuhören und unsere Sinne zu öffnen.
Wir sind lebendig, weil die Erde lebendig ist.
Heilung der Erde heißt, Heilung deiner Beziehungen zu dir, zu ihr und zur spirituellen Welt. Denn ... wie sonst willst du die Erde heilen, wenn du sie nicht wahr-nimmst und sie nicht er-hörst?
Es geht darum, Angst, Freude, Sorge, Trauer, Schmerz, Scham, Glück, Dankbarkeit und Liebe zu fühlen – und das zu erlösen, was an der Zeit ist erlöst zu werden.
Lasst uns den Wahnsinn beenden, diesen Materialismus, diese Vergiftung von unserer Beziehung zu Mutter Erde, zur Großen Göttin und zu uns selbst.
Um sich in der geistigen Welt zurecht zu finden, ist es unerlässlich, die lichtvollen Energien fühlen zu lernen. Die Orientierung an ihnen ist der sichere Steg über einen wildschäumenden Bach.
Dafür folgen wir an diesen Nachmittagen sowohl auf spiritueller als auch auf irdischer Ebene den Pfaden des Yin, des Weiblichen, der Großen Göttin in ihrer unendlichen Vielfalt und der Engel.
Kleidung + Mitbringen
- Wetterfeste und Brennnessel-schützende warme, lockere Kleidung.
- Gutes Schuhwerk.
- Matte, Kissen und Decke für liegende Meditation in der Scheune.
- Ggf. zusätzliche Sitzgelegenheit für ca. 30-60 Minuten Sitzen in der Natur.
- Schreibzeug (Block, Bleistift, Kuli o.ä.).
Handys bleiben ausgeschaltet im Auto liegen.
Ablauf
- Vorstellungsrunde (mit Sprechstab)
- Einführende Worte und Anfangsmeditation
- Beginn der Schweigephase:
Einzelarbeit in der Natur, ca. 30 Minuten
Rückkehr in die Gruppe
Schweigsames Besinnen
Skizzieren des Erlebten in Wort und Bild - Abschlussrunde mit Austausch des Erlebten, sofern gewünscht (mit Sprechstab).
Diese 4 Nachmittage bauen aufeinander auf, sind jedoch auch einzeln buchbar:
16. Mai; 20. Juni; 18. Juli; 22. August.
Ein Tagesseminar folgt am 15. November 12- 18 Uhr in Nassau
Fragen und Anmeldung
Birgit Weidmann * biwei@spir-ird.de * 06486/6686
Bitte melde dich verbindlich an, damit ich deinen Platz sowohl materiell (mähen) als auch energetisch aufbereiten kann.
Denkräume öffnen - Wahrnehmung schulen
In der Auszeit-Reihe Erdheilerin* geht es darum, eine Yin-Utopie zu erhaschen. Indem du dich mit den Energien der Natur verbindest und ihren Stimmen lauschst, aktivierst du in deinem individuellen Rhythmus die uns alle umgebende spirituell-weibliche Energie.
Der * am Ende des Wortes Erdheilerin* besagt: Alle Geschlechter sind herzlich willkommen. Die Aktivierung der Yin-Energien steht jedoch in dieser Arbeit an erster Stelle.
Yang ist Kontrolle - Yin ist Akzeptanz
Das Yang-Element dominiert unsere Welt seit Jahrtausenden, denn Yang, das Dominierende, strebt immer danach, seine Abhängigkeit vom Yin, dem Mütterlichen, zu verleugnen. Aus der Sicht des Yang ist Yin das Negative, Unterlegene, Schlechte. Dem Yang wird meist das letzte Wort überlassen.
Aber es gibt kein letztes Wort.
Vielleicht müssen wir erst einmal wieder lernen auf Yin-Weise zu denken, um einen guten Ort zu erschaffen – ein ausgeglichenes Yin-Yang-Utopia.
Die weiblich konnotierte Yin-Energie muss einst als Urmutter allen Seins eine große Rolle für die Menschen gespielt haben.
- Mutter Erde gilt als weiblich.
- Für die Römer waren alle Städte, Orte, Berge und Gewässer weiblich.
- Bei den Germanen waren Frauen - als Völven, Heidren und Seherinnen - die Gebietshüterinnen, aus denen später Hexen gemacht wurden.
Einst verehrten unsere Vorfahren die drei Mütter.
Die das Rheinland besetzenden Römer meißelten sie in Steine. Die germanischen Namen der drei Frauen zeichnen sie als Hüterinnen von Moor, Sumpf, Wald, Grasland und anderen Gebieten aus. Die ortsansässigen germanischen und keltischen Menschen wussten, dass die Trockenlegung der Moore und Sümpfe, das Abholzen der Wälder durch die römische Besatzungsmacht Unheil bedeuten kann.
Heute, bald 2000 Jahre nach Beginn des Limesbaus, erleben wir, wie recht unsere Ahnen hatten.
Die Unterworfenen und auch die Römer wollten einer Kränkung der Mütter der Erde entgegenwirken. Wohl deshalb errichteten sie gemeinsam zwischen 70 und 240, gleich einem spirituellen Gegengewicht zum imperialen Mauerbau quer durch die Stammesgebiete, zum Limes, die Weihesteine für die drei Göttinnen.
Die drei Matronen sind Hüterinnnen und Mütter der drei Jahreszeiten sowie der Lebens- und Regenerationskräfte. 1000 Matronensteine wurden entlang des Limes gefunden.
"Erce, Erce, Erce ... Mutter des Himmels, der Erde und aller Menschen." (Ein germanischer Segensspruch)
Die Verehrung der Großen Göttin ist viel älter als der monotheistische Gott. Ja, in unserem Sprachgebrauch ist sie bis heute die Mutter Gottes geblieben.
- Die Archäologie hat zahlreiche, bis zu 40.000 Jahre alte, weibliche Figurinen ausgegraben.
- Der aramäische Begriff Ruach wird bis heute in der Bibel fälschlicherweise mit „Heiliger Geist“ übersetzt, ist jedoch eine weibliche Energie: Die Licht-Epinoia, die Heilige Geistin, die Spirituelle Intuition. Ihr Symbol ist die weiße Taube geblieben.
In unserer Welt ist nicht nur die Natur aus dem Gleichgewicht geraten, sondern auch unsere Beziehung zur Geschlechtlichkeit. Die hohe Bedeutung der spirituellen Weiblichkeit ist in Vergessenheit geraten und mit ihr unsere Fürsorge für alles was lebt.
Die All-umfassende, All-gebärende, bedingungslos liebende, universelle, urmütterliche Energie - einschließlich unserer gastgebenden Mutter Erde - mit ihren zahllosen Seelen, Wesenheiten und Feldenergien, sie alle sind stets mit uns. Wir sind Fraktale eines großen Ganzen - ob wir das wahrhaben wollen oder nicht.
In den von mir angebotenen Engelmeditationen folgen wir mit großer Unterstützung der Engel- und Lichtenergien den Spuren der lebensfördernden, weiblichen Yin-Energie - in der Natur und zwischen uns - und lauschen dem Ruf unserer Seele.
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Ursula Le Guins Aufsatz UTOPIYIN, UTOPIYANG aus ihrem Alterswerk Keine Zeit verlieren (S. 118 ff) hat mich zu diesen Gedanken angeregt. In ihrem brillanten Lebenswerk: Always Comming Home, dt.: Immer nach Hause hat sie eine faszinierend vielseitige Yin-Utopie der Kesh entworfen. Hier eine pdf-Leseprobe.
Veranstaltungsdetails
- 20.06.2026 14:00 - 17:00
- Ort: Neuwagenmühle
- Eintritt: 30 €; Ermäßigung möglich
- Anmeldung erforderlich
Mitwirkende
- Künstler*innen / Dozent*innen -weitere Informationen
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