Freundschaft mit der Natur

Leben in und mit der Natur

Ein mehrtägiges Seminar im Freien

Ohne unsere zivilisatorischen Hilfsmittel mitten in der Natur das Leben als Reichtum empfinden, darum geht es uns in diesem Wochenendseminar.

Wir werden unsere Wohn- und Schlafplätze auswählen und bauen, unser Essen sammeln und am Feuer zubereiten, ein Feuerbohrset herstellen lernen, um Feuer ohne Feuerzeuge und Streichhölzer zu entzünden, Vogelstimmen lauschen und sie isolieren.

Ziel des Seminars ist das Leben mit und in der Natur ohne zivilisatorische Hilfsmittel nicht als ein notwendiges und mühsames Überleben, sondern als ein Leben in Fülle und Frieden zu erfahren.


Ablauf (17. bis 21. Juli)
  • Einleitender Impulsvortrag von Leonie Schön: "Freundschaft mit der Natur"
  • Ethnologische Einordnung mit Birgit Weidmann
  • Indigene Ritualkultur, Erlebnisvortrag mit praktischen Übungen mit Simone Gerwig 
  • Leben mit und in der Natur ohne zivilisatorische Hilfsmittel unter Anleitung von Leonie Schön

Das Seminar (Camp) findet ausschließlich im Freien statt.

Das Seminar wird vom Land Rheinland-Pfalz gefördert, insbesondere von Freitag bis Sonntag über die Schwerpunktmittel Gleichstellung der Geschlechter

Aufgrund der hohen Themenvielfalt haben wir beschlossen, das Seminar bereits am Mittwoch Abend zu beginnen

Module:

Mittwoch: Ankommen und Begrüßung, praktische Übungen
Unter Anleitung von Leonie Schön und Simone Gerwig Aufbau der Waldküche und Einrichtung der Schlafplätze im Freien
Historisch angebundene Mühlenführung von Birgit Weidmann

Donnerstag: Impulsvorträge mit praktischen Übungen mit Leonie Schön, Simone Gerwig:
Was bedeutet Freundschaft mit der Natur: Die Natur wird in ihrer Unkontrollierbarkeit - bedingt durch unsere moderne Lebensführung - als Bedrohung oder gar als Feind erlebt. Leonie Schön wird den Teilnehmenden aufzeigen, dass ein Leben in und mit der Natur in Freundschaft weit besser gelingen kann. Zudem knüpft ein kooperatives Verhalten gegenüber der Natur auf die Lebensführung unserer Vorfahren an.

Freitag: Vortrag, Gesprächskreise, praktische Übungen 
In ihrem Vortrag zur ethnologischen Einordnung der Geschlechterkommunikation geht es Birgit Weidmann um die Entmystifizierung der Jäger- und Sammlermythen in ihren festgelegten Geschlechterrollen.

Praktische Übungen in und mit der Natur mit Leonie Schön und Simone Gerwig.

Samstag: Erlebnisvorträge mit praktischen Übungen zur indigene Ritualkultur: Von indigenen Kulturen können wir lernen, wie Kooperation von Mensch und Natur in der Praxis aussieht und welche Auswirkungen sie auf das persönliche Lebensgefühl haben kann. Simone Gerwig steht den American Natives auch familiär sehr nah und weiß vieles aus 1. Hand und eigenen langjährigen Erfahrungen zu berichten. Unter ihrer Anleitung schließt sich ein Kreis.

Training und Praxisübungen - Tage 1-5:
Leben mit und in der Natur ohne zivilisatorische Hilfsmittel unter Anleitung von Leonie Schön üben alle Teilnehmenden während der fünf Tage ein: Wohn- und Schlafplätze auswählen und bauen / Wildpflanzen sammeln und zubereiten / Feuer-machen ohne Feuerzeug - ein Feuerbohrset herstellen / Tierstimmen erlauschen und sie isolieren. Weiter werden die Teilnehmenden mit indigenen Ritualarbeiten vertraut gemacht, denn in einem natürlichen Lebenszusammenhang ist die Gleichstellung zwischen den Geschlechtern überlebenswichtig. Das schlug sich einst im Kulturgut und Brauchtum nieder.


Anmeldung, Kinderbetreuung und Organisatorisches

Anmeldung bei Leonie Schön, schoenleonie57@gmail.com; 06486/91038; 0173-9777416

Das Seminar findet ausschließlich im Freien statt.

Eine Kinderbetreuung ist möglich. Bitte vorher anmelden.


Gleichstellung der Geschlechter

In einem natürlichen Lebenszusammenhang ist die Gleichstellung zwischen den Geschlechtern unentbehrlich. So war es in allen alten Kulturen Brauch.

Im Seminar geht es demnach um die Stärkung der Selbstbestimmung in der jeweiligen Geschlechtsrolle, ohne dem Automatismus zu folgen, auf vorgegebene Geschlechterrollen zurückgreifen zu müssen, wie z.B.: Frauen sind unentgeltlich für den Carebereich zuständig, während Männer im Außen ihr Profil schärfen und ihren Beruf(ungs)weg selbstverständlich nachgehen können und dafür be- bzw. entlohnt werden, wodurch Frauen von der Arbeit der Männer abhängig werden, da sie selbst keine Be- bzw. Entlohnung erhalten.

In einem natürlichen Lebenszusammenhang ist ein solches Verhalten undenkbar. Die Gleichstellung zwischen den Geschlechtern ist unentbehrlich und (über-)lebenswichtig. So war es in allen alten Kulturen Brauch. Dort gab es keine automatisierte Abhängigkeit eines Geschlechtes von einem anderen. Kooperation war normal.

Zur Sensibilisierung und Einübung werden während der Seminartage nicht nur theoretische Hintergründe angesprochen, sondern in der Praxis werden Frauen ganz bewusst sogenannte Männerarbeit und Männer Frauenarbeit übernehmen. 

Ziel des Seminars ist, das Leben mit und in der Natur ohne zivilisatorische Hilfsmittel nicht als ein notwendiges und mühsames Überleben, sondern als ein Leben in Fülle und Frieden zu erfahren. Im Idealfall wird die Erkenntnis reifen, dass eine lebendige Kooperation in einem lebendigen Umfeld die Selbstbestimmung stärkt, während das Konkurrieren um Wachstum stets Mangelgefühle, Gier und Neid erzeugt und das Lebensumfeld als tote Materie ansehen muss, um zu funktionieren. (siehe dazu Charles Eisenstein, Wut, Mut, Liebe! 2022)

In diesem Sinne wird dieses Seminar vom Land Rheinland-Pfalz gefördert.

Veranstaltungsdetails
Mitwirkende
- Künstler*innen / Dozent*innen -
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